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Der Zauber von Brehms Tierleben. Otto Kleinschmidt - Details

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Der Zauber von Brehms Tierleben. Otto Kleinschmidt

Westarp Wissenschaften, Neue Brehm Bücherei Band 20, 3. Auflage von 2002, 56 S., 31 SW-Abb., 17,45 €, Nachdruck der Auflage von 1952.

CHRISTIAN LUDWIG BREHMS Ausgangspunkt war der Versuch und das Bestreben, Lücken zwischen Arten, wie hier zwischen Haussperling und Weidensperling, auszufüllen. Arten mit solchen biogenetischen Zwischenstufen sind in Wirklichkeit nur Formen desselben Tieres. Es schwinden aber nicht zuletzt alle natürlichen Artgrenzen in der Tierwelt, wie Unerfahrene oft wähnen. Ein Musterbeispiel sind unsere beiden gewöhnlichsten Vögel.

Zu den neuen Tatsachen, welche dieses Heft bekannt macht, gehört die Entwertung des LINNEschen Artkennzeichens für die beiden Sperlinge. Die beiden Formenkreise »Haussperling« und »Feldsperling« werden aber durch das Wegfallen des Flügelmerkmals nicht verknüpft, sondern sie erweisen sich durch wesentlichere Verschiedenheiten als zwei selbständige Entwicklungsvorgänge, vermutlich mit einem erdgeschichtlichen Zeitabstand. Man denke an Steinkohle und Braunkohle oder an zwei Eisenbahnzüge, von denen einer ein Personenzug, der andere ein D-Zug ist. Dies ist ein Hauptergebnis von C. L. BREHMS Lebenswerk. An ihm darf man nicht vorbeigehen, zumal es sich in Tausenden von Fällen bereits als richtig erwiesen hat und sich immer mehr bestätigt.

Dr. Otto Kleinschmidt, geboren 1870 in Geinsheim (Rheinhessen), war evangelischer Theologe und Biologe. Sein Studium der Theologie begann er 1891 in Marburg, wo er 1899 zum Evangelischen Pfarrer ordiniert wurde. 1927 wurde Kleinschmidt Provinzialpfarrer in Wittenberg, wo er das Forschungsheim für Weltanschauungskunde gründete, das er 26 Jahre lang leitete. Zeitlebens galt seine zweite Leidenschaft der Biologie und hier insbesondere der Vogelkunde. Seine ornithologische Ausbildung erhielt er vom Begründer des wissenschaftlichen Vogelschutzes, Hans Freiherr von Berlepsch, in Witzenhausen bei Kassel, wo er auch seine spätere Ehefrau kennen lernte. Kleinschmidt beschäftigte vor allem die geographische Variation im Tierreich. Ausgehend von seinen vogelkundlichen Beobachtungen entwarf er ein neues Bild der Evolution und prägte den Begriff des Formenkreises, mit dem er den Linnéschen Artbegriff erweiterte. Polytypische Arten, wie man Formenkreise heute nennt, sind mittlerweile vielfach nachgewiesen worden. Kleinschmidt war auch ein begnadeter Tierpräparator und Zeichner. Seine kunstvollen Illustrationen kann man beispielsweise in seinem bekanntesten Werk, "Die Singvögel der Heimat", bewundern. Bis ins hohe Alter ornithologisch aktiv, begründete Kleinschmidt 1949 mit einem Band über Kolibris "Die Neue Brehm-Bücherei" im Wittenberger Ziemsen-Verlag, deren Herausgeber er bis zu seinem Tod im Jahr 1954 war.





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03.05.2010 Voraussichtlich Ende des Monats erscheinen die neuesten Terraristik-Art-für-Art-Titel.

07.04.2010 Im Dähne Verlag erscheint "Fischkrankheiten im Aquarium. Erkennen und erfolgreich behandeln".

22.03.2010 Der neue PraxisRatgeber über Tausendfüßer liegt vor, ebenso die Neuauflage des begehrten PraxisRatgebers über die Freilandhaltung von Landschildkröten.

15.03.2010 Der Ulmer Verlag bringt die 3., überarbeitete und erweiterte Auflage des Buches "Aquarienpflanzen" heraus.

11.03.2010 Die Anfang des Monats erschienene AMAZONAS 28 betrachtet im Titelthema deutsche Profizüchter, die gleichzeitig vorgelegte RODENTIA Gartengehege für Kaninchen.